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Suchmaschinen-Alternativen

Collage: Alternative Suchmaschinen | Foto: hubspot.com | Collage: Tracey  J. Evans























Im Netz als gläserner Surfer unterwegs sein? Das mag nicht jeder. Wir haben drei Suchmaschinen herausgesucht, die weniger offenherzig wie Google mit Ihren Daten umgehen. Wir fanden beim Testen auch sehr angenehm, dass man durch deutlich weniger Werbung waten muss.

Wir stellen drei alternative Suchmaschinen vor:


►►https://metager.de/

Die von der gemeinnützigen Organisation SUMA-EV und der Leibniz Universität Hannover betriebene Internetsuche Metager
►speichert keine IP-Adressen und anonymisiert IPs während der Suche.
►Sie verwendet keine Cookies
►und keine Tracker, die eure Bewegungen im Internet mitverfolgen.
►Metager überträgt alle Daten verschlüsselt per https-Protokoll und
►mit der Funktion „anonym öffnen“ bleibt man auch beim Anklicken seiner Suchlinks unbehelligt. Wer ganz sicher surfen will hat hier einen optionalen Zugang über einen MetaGer-TOR-hidden Service zum anonymen TOR-Netzwerk.

Fazit

►►Die Oberfläche von Metager kommt etwas spartanisch daher, aber man sollte ihre Leistungsfähigkeit deshalb nicht unterschätzen. Die Server unterliegen den deutschen Datenschutzrichtlinien und Metager finanziert sich im Wesentlichen durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

►►https://duckduckgo.com/

Die Suchmaschine mit der Ente legt Wert auf die Privatsphäre ihrer Nutzer und auf stichhaltige Suchergebnisse mit Nährwert. Neben einem eigenen Webcrawler fragt Duckduckgo für eure Suchaufträge die Suchdienste Yahoo! und Search BOSS ab.
►Seiten mit zu viel Werbung werden in den Suchergebnissen unterdrückt.
► IP-Adressen werden nicht gespeichert,
► die Aktivitäten der User werden nicht protokolliert,
► Cookies werden nur im Notfall zugelassen.
►Es gibt eine anonymisierte Suche,
►einen kostenlosen Proxy,
►standardmäßige https-Verschlüsselung und
►eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
►Wer im Netz völlig unerkannt bleiben will, hat hier einen Zugang über das Netzwerk Tor und einen Tor-Hidden-Service.

Fazit

►►DuckDuckgo sitzt in den USA: Die Rechner unterliegen damit dem ins Kreuzfeuer geratenen US-amerikanischen Datenschutz. Die Suchmaschine protokolliert allerdings, wie ihr Betreiber Gabriel Weinberg betont, keine Daten, mit denen Regierungsbehörden etwas anfangen könnten. Ein großes Plus: Die Seite wirkt erfreulich aufgeräumt und konzentriert sich auf das Wesentliche - die Suchergebnisse.  
 

►►https://startpage.com/ oder https://www.ixquick.com/

Ixquick alias Startpage ist anders als Metager und Duckduckgo, eine Meta-Suchmaschine, die nur auf einem Suchdienst basiert, nämlich Google. Aber sie fragt den Dienst mit einer eigenen diskreteren Oberfläche ab und filtert die Ergebnisse. Auch diese Internetsuche verzichtet
►auf die Speicherung eurer IP-Adresse,
►speichert Suchanfragen nicht
►und verwendet keine Cookies, um euere Bewegungen im Netz zu verfolgen.
►Ixquick | Startpage verschlüsselt grundsätzlich mit https-Protokoll.
►Die Suchmaschine ist gleich mehrfach für ihre Datenschutzmaßnahmen zertifiziert
► und will 2014 auch einen eigenen sicheren Mailservice anbieten.

Fazit

 ►►Die niederländische Firma hat Server in den USA und Europa. Für europäische Nutzer greift Ixquick | startpage auf die Server in Europa zurück.


Für alle Suchmaschinen gilt: Sie sind einen Hauch langsamer. Aber man kann diese Zeit durchaus wieder einsparen, nicht zuletzt weil man bei den Suchergebnissen weniger Werbung durchforsten muss. Alle vorgestellten Suchmaschinen bieten kleine Tools an, mit denen man sie als Startseite einrichten kann, oder eine Browsererweiterung mit zusätzlichen Funktionen.

Übrigens:
Wer mit den sicheren und anonymen TOR-Zugängen surfen will, sollte Geduld mitbringen - der Datenverkehr wird zur Anonymisierung über viele verschlüsselte Relaisstationen geführt – und das dauert.